Ich und Ich

Morgens an an der Haltestelle, auf dem Weg ins Büro oder im Bus laufen, stehen und sitzen die ganzen ichs, die nur noch mit sich selbst beschäftigt sind. Stopsel oder neuerdings auch fette Kopfhörer am Ohr, damit die böse Welt nicht eindringen kann in die Welt des Ich. Zugegeben, es ist manchmal ganz angenehm Wartezeit mit etwas Musik zu vertreiben. Aber der Beobachter stellt fest, dass die Entwicklung ddarüber hinaus geht: Ohne Dröhnung scheint das Sein auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule nicht mehr zu ertragen zu sein.
Nicht nur, dass es erwiesener Maßen auf Dauer nicht besonders gesund ist (AZ vom 14.07.2009), auch die ganzen Plakatkleberfirmen werden langsam Pleite gehen, wenn die Auftraggeber feststellen, dass diese Form der Werbung nicht mehr wirkt.

Ernsthaft betrachtet spiegelt sich einfach nur der Zeitgest wieder. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt. Die Umwelt oder gar andere Menschen werden als störend empfunden. Seht Euch mal kleine Kinder an: Sie versuchen ständig in Kontakt zu treten mit anderen und teilweise fremden Menschen. Sie würden ohne Interaktion verkümmern. Und genau diesen Eindruck hab ich auch bei manchen ichundichs …

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