Archive for the 'opinion' Category
Keine Gebührenpflicht für Internet-PCs

Endlich mal wieder ein sinnvolles Urteil eines deutschen Gerichts zu internetrelevanten Themen:
Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Wiesbaden (AZ 5 K 243/08.WI(V) sind Internet-PCs sind automatisch von der Pflicht zu Rundfunkgebühren betroffen. Dies wird unter anderem damit begründet, dass der Gebührentatbestand für Internet-PCs nicht hinreichend konkretisiert ist. Ausserdem wird ein Internet-PC am Arbeitsplatz in der Regel nicht als Rundfunkempfänger genutzt: Er wird “nicht typischerweise zum Empfang von Sendungen des Hörfunks bereitgahalten, sondern in vielfacher Weise anderweitig genutzt” .
Respekt dem Verwaltungsgericht.

Wirtschaftskrise und Sparen

Aufgrund der Wirtschaftskrise wollen jetzt wieder alle sparen, sparen sparen. Und nachdem es wieder mal Herbst wird kommen wir mal wieder zum alljährlichen Wechselspiel der Kfz Versicherung. Für wechselwillige seinen folgende Portale empfohlen:

Hier kann man seine Versicherung optimieren und ggf. noch ein paar Euro sparen. Man muss da sicher nicht jedes Jahr mitmachen, aber alle 2, 3 Jahre lohnt sich das.

Building an IPSec/l2tp connection using KVpnc

There is a new article on setting up KVpnc for a ipsec/l2tp connection.
According to my experience this is the most easiest way to do this.

Article on KVpnc

Wirtschaftkrise

Der Präsident der EZB ruft Broker und Investmentbanker zur Besonnenheit auf !
Wenn er das vor einigen Monaten, vielleicht sogar noch vor ein paar Wochen gemacht hätte, wäre er ausgelacht worden man hätte die Helden des Kapitals verteidigt. Heute jedoch reiht sich jeder Verantwortliche und v.a. Politker in das Abnicker solcher Aussagen ein.
Aber ist die aktuelle Situation und die Reaktionen der Börsen nicht vielmehr eine Spiegelbild unseres Wirtschaftsystems, das sich nicht mehr auf die tatsächlichen Werte der Märkte und ihrer Teilnehmer setzt sondern auf Manipulation ? Die Märkte werden von mächtigen oder aber von entsprechend gewitzten Teilnehmern manipuliert, um durch geschicktes Handeln Gewinne abzuschöpfen. Nicht anders sind absolut haltlose Gerüchte, wie z.B: Meldungen zum Herzinfarkt von Steve Jobs zu interpretieren. Händler, die auf sinkende Kurse spekulieren könnten solche Gerüchte in die Welt setzten, um schnell ein Schnäppchen zu machen.
Das traurige daran ist, dass die Realität wirklich so einfach ist.

csnunami followup

Gerade noch wurde lamentiert, dass die CSU jetzt einen starken Mann mit Charisma braucht.
Heute wurde berichtet, dass der bayrische Ministerpräsident in spe Seehofer das Rauchergesetz überarbeiten und anpassen will. Das wachsweiche Stehaufmännchen macht seinem Namen alle Ehre und knickt beim Geschrei der Wirtshaus-Lobby gleich mal um. Von wegen Charisma, Opportunismus ist angesagt !
Na dann gut Nacht csu …

csunami

Ein csunami hat Ministerpräsident Beckstein weggespült schreibt heute die Abendzeitung. Eine schöne Wortkreation und vor allem sehr treffend, wenn man sich der Verwüstungen und Aufräumarbeiten bewusst wird, die dadurch verursacht werden.
Der Beckstein hat sich im vergangenen Jahr als netter Kerl geoutet, der gern mal zwei Maß trinkt. Nette Kerle aber sind nicht geeignet als Ministerpräsidenten und bei Springfluten steht ihnen das Wasser schnell bis zum Hals.

Doch der csunami hinterlässt zerstörtes Ödland und es wird lange dauern, bis es sich die csu wieder in eine blühende Landschaft verwandelt, um in der Politikersprache zu bleiben. Es gibt nur ein paar kleine Pflänzchen, die sich bereits für Bäume halten: Ein Joachim Herrmann, der als Innenminister mit Halbschuhen zur Einweihung des neuen Lawinenwarndienstes bei Neuschnee anrückt und damit seine Realitätsferne gekonnt unter Beweis stellt. Das Stehaufmännchen Seehofer, der wachsweich und daher nicht totzukriegen ist. Oder Georg Schmid, der Fraktionschef. Sein Verdienst ist das unangreifbare Rauchverbot, das er gekonnt durchgeboxt aber vergessen hat, die Packung der Bevölkerung zu verkaufen. Und schließlich Thomas Goppel, der immerhin ein gestandenes Mannsbild ist und nicht als Freund Stobers gilt. Aber es ist zu befürchten, dass 41 Jahre Politik-Erfahrung das Blickfeld sehr stark eingeengt haben. Da fällt es schwer das geringste Übel zu identifizieren.

Was derzeit für Sitten bei der csu herrschen, machte gestern Edmund Stober deutlich: als Ehrenvorsitzender der PArtei nahm er sich das Recht bei der Fraktionssitzung teilzunehmen, die Beckstein entmachtet hat. Währenddessen trank laut Berichten in der Tagespresse genußvoll eine Tasse Tee mit Keks. :o

Brecht-Zitat

“Die Schwärmerei für die Natur kommt von der Unbewohnbarkeit der Städte”

Auch Brecht hatte zu seiner Zeit erkannt, dass die Entwicklung des Städtebaus nicht zum Wohl der Menscheit ist.
Auch wenn sich zumindest westliche Städte zusehends “verhübschen”, ändert das nichts an derTatsache, dass Metropolen wie Paris oder LA nicht viel zur Lebensqualität beitragen.

Joseph Weizenbaum

Joseph Weizenbaum hat die Reaktionen auf sein Programm “Eliza” als großes Missverständnis bezeichnet. Er wollte damit eigentlich aufklären und nicht der KI Vorschub leisten.
Im Grunde ist Eliza im Sinne Weizenbaums als Synonym für die Entwicklung der Informationstechnologie, genauer gesagt für deren Nutzung, zu betrachten: ein großes Missverständnis, das zu Überbewertung und blindem Vertrauen führt. Dieses Missverständnis aufzukären hat er sich auf die Fahnen geschrieben und in aller Welt großen Respekt geerntet.

Joseph Weizenbaum hat der Welt seinen “letzten Service” erwiesen und diese Welt verlassen.

Zu seinem letzten Geburtstag hat er in der SZ ein Resumee seiner Erkenntnisse gezogen. Hier einige Auszüge:

Die komplette Kenntnis der physikalischen, genetischen, neurologischen Strukturen eines Lebewesens genügen nicht, um das Lebewesen zu verstehen.

Es ist im Prinzip unmöglich, den Menschen rein wissenschaftlich zu begreifen. Deswegen ist das Streben, Roboter in Menschgestalt herzustellen, absurd. Es kann nur aus Größenwahn oder Uterusneid entstehen.

Claude Shannons Informationstheorie lehrt uns, dass die Bedeutung einer Nachricht von der Erwartung des Empfängers abhängt. Sie ist nicht messbar, denn Nachrichten sind pure Signale, die keine inhärente Bedeutung bergen.

Die höchste Priorität der Schule ist es, den Schülern ihre eigene Sprache beizubringen, sodass sie sich klar und deutlich artikulieren können: in ihrer stillen Gedankenwelt ebenso wie mündlich und schriftlich. Wenn sie das können, dann können sie auch kritisch denken und die Signale, mit denen sie ihre Welt überflutet, kritisch interpretieren. Wenn sie das nicht können, dann werden sie ihr ganzes Leben lang Opfer der Klischees und Schablonen sein, die die Massenmedien ausschütten.

Quelle: Wir gegen die Gier, J. Weizenbaum, SZ vom 08.01.08

Strom Protest

Der Wechsel des Stromanbieters kommt derzeit stark in Mode. Dabei gibt es die Möglichkeit schon seit Jahren, von anderen Anbietern als den regionalen Versorger den Strom liefern zu lassen. Dabei wird ja gar nciht der Strom vom neuen geliefert, sondern der muss nur entsprechend abgerechnet werden. Also wenn ich heute von Lilastrom den Stromtarif wähle, dann ist ja nicht so, dass die Elektronen die Lilastrom einspeist zu meiner Steckdose kommen, ja Lilastrom muss ja nicht einmal Strom produzieren! Vielleicht ist das nur ein Zwischenhändler, der in Skandinavien Strom einkauft und in Sachsen anbietet. Wer sich auf jedenfall mit den Tarifen auseinander setzen will kann das hier tun: Stromtarife und Stromanbieter.
Jeder sollte sich das zumindest überlegen, denn die großen Stromversorger bilden halt defacto immer noch ein Kartell …

Politik-Verdrossenheit

Wer das folgende Video gehen hat, wird sich nicht mehr wundern, dass die Politik Verdrossenheit weiter um sich greift:

Interview zum Thema Internet (26MB)

Da fragt sich doch jeder vernünftige Mensch, haben Politiker von allen Themen, über die sie zu entscheiden haben, so schockierend wenig Ahnung ?
Eine Frau Zypries, die sich im Laufe der Zeit sehr häufig mit IT, Software und Internet Themen beschäftigen hätte sollen, outet sich als Ministerin der Ahnungslosigkeit. Traurigerweise reagieren alle Befragten mit einem gewissen Widerwillen auf das Thema der Internetnutzung. Da drängt sich doch mal wieder der alte abgedroschene Vergleich auf: Wenn Politiker über IT und Internet diskutieren, ist das so wie wenn sich Blinde über einen Sonnenuntergang unterhalten. Und bevor jemand meint, man spürt ja die schwächer werdenden Sonnenstrahlen, muss ich wiederum im Bild bleibend entgegnen, es wird dem Blinden kühl und unangenehm, aber ihm bleibt die Schönheit und Ästhetik verborgen. Genau wie unseren Politikern …