Schildbürgerstreich I
Der Markt Holzkirchen hat sich in den letzten Wochen als wahrer Nachfolger der Schildbürger geoutet.
Zunächst hat man die Einführung einer Hochstraße als Fußgängerzone als großartige Entscheidung dargestellt und frohen Mutes eine große Menge Schilder aufgestellt und ein Eröffnungsfest gefeiert.
Nach kurzem Nachdenken kam man darauf, dass die Hochstraße nun auch für Radfahrer und für den Lieferverkehr gesperrt ist. Also hat man die Schilder wieder entfernt und eine Bereich mit eingeschränktem Halteverbot deklariert. Der Effekt ist nun der, dass sich Fahrzeuge aller Art wieder zumindest kurzzeitig in die Fast-Fußgängerzone stellen dürfen und dies auch tun.
Wie aber schaffen es nur andere Gemeinden, einen Fußgängerzone festzulegen, Radfahren zu erlauben und dem Lieferverkehr einen Zugang zu ermöglichen ?
Der ist der bewusste Anfang vom Ende, daher auf gut bairisch “Tschüss Fußgängerzone” !
Schildbürgerstreich II
Wir bleiben in jener Gemeinde. An einer Tankstelle innerhalb des Orts trennt ein Fahrrad/Fußgängerweg die Straße von der Tankstelle so dass der Weg bei der Zufahrt überquert werden muss. Da der Weg tiefer als die Fahrban der Straße liegt, ist dies als Gefahrenquell erkannt worden. So weit so gut. Als Lösung des Problems wurde jetzt auf dem Weg ein Vorfahrtsschild angebracht !! War kürzlich der erste April ? Ist Faschingszeit ? Haben die Narren Ausgang ? Das kann doch nicht wahr sein. Demnach müssen jetzt die Fußgänger auch den abbiegenden Autos den Vortritt lassen ?
Und das ganze innerhalb weniger Wochen am selben Ort.